Im Winter ist es besonders wichtig, die Luftfeuchtigkeit in den Räumen im Auge zu behalten, um Feuchtigkeitsprobleme, Schimmelbildung und Milbenwachstum zu vermeiden. Ein deutliches Anzeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit ist Kondenswasserbildung an Fensterscheiben und Kältebrücken wie Türschwellen. Mithilfe eines Hygrometers kann die Luftfeuchtigkeit einfach gemessen werden, wobei der ideale Wert zwischen 30 und 45% liegt. In modernen, gut isolierten Gebäuden ist regelmäßiges Lüften notwendig, da Undichtheiten fehlen, die einen natürlichen Luftaustausch ermöglichen. In den ersten Monaten nach Neubauten oder Sanierungen ist verstärktes Lüften ratsam, damit Schadstoffe und Restfeuchtigkeit entfliehen kann.
Querlüften: Öffnen Sie möglichst viele Fenster und Türen gleichzeitig, um die Lüftungsdauer zu verkürzen und Heizenergie zu sparen. Zwei bis viermal täglich für jeweils 10 Minuten ist dabei empfehlenswert.
Stosslüften: Wenn Querlüften nicht möglich ist, lüften Sie jeden Raum einzeln. Achten Sie darauf, dass die Fensterflügel vollständig geöffnet sind, um eine effektive Luftzirkulation zu gewährleisten.
Vermeiden Sie gekippte Fenster: Insbesondere während der Heizperiode sollten Sie nicht mit gekippten Fenstern lüften, da dies zu einem unnötigen Energieverlust führt und einen geringen Luftaustausch ermöglicht. Dies kann zudem die Schimmelbildung begünstigen.
Das richtige Lüften im Winter ist ein einfacher, aber entscheidender Schutz für die Gesundheit der Bewohner, die Bausubstanz des Hauses und die finanzielle Seite durch eingesparte Heizkosten. Vermeiden Sie dauerhaft gekippte Fenster und integrieren Sie das empfohlene Lüftungsverhalten in Ihren Alltag, um ein optimales Raumklima zu schaffen. Ihre Gesundheit, Ihre Wohnung und Ihr Geldbeutel werden es Ihnen danken.